Inspiration aus dem Tal der Bessen

Der Weinkeller „Bessa Valley“ wurde während der Pressekonferenz von Stephan Graf von Neipperg, Besitzer des Weinkellers offiziell vorgestellt. Er enthüllte Einzelheiten über das Projekt, zeigte wo der Wein «Enira» produziert wird und erzählte über die Kunst Wein herzustellen.

„Unser Wein ist für Genuss geschaffen- er wird mit dem Essen serviert und nach dem Essen auch“, teilte Graf von Neipperg. „Ich bin ein Fachmann im Gebiet der Produktion von Rotwein in Bourdeaux – wir haben einfach die Herstellungstechnik nach Bulgarien übertragen, indem wir das Klima berücksichtigt haben“, fügte er hinzu. „Ich habe Bulgarien wegen  des hervorragenden Terroirs gewählt. Wenn wir z.B. Bulgarien mit Italien vergleichen, werden wir feststellen, dass das Terroir vor 40-50 Jahren in Italien schlechter war. In Bulgarien gibt es ein viel besseres Terroir. Ein guter Wein kommt aus einer guten Frucht. Es ist wichtig, ihn auf den internationalen Märkten zu präsentieren, damit Investoren angezogen werden können. Das hat in Italien ungefähr 20 Jahren gedauert, in Bulgarien wird es nicht mehr als 15 Jahren dauern. Wir bringen mit «Enira» das weltweite Image der bulgarischen Weine zurück. International gesehen, behaupte ich sogar, dass es kein anderer Wein existiert, der «Enira» konkurrieren könnte.

Mark Dworkin, Hauptgeschäftsführer der „Bessa Valley“ und Weinberater für «Enira», und Ivailo Antonov, geschäftsführender Direktor der „Bessa Valley“ haben die Exportpolitik und die Businesspläne über die Entwicklung des Weinkellers vorgestellt.

Der Hauptakzent bezüglich der Businesspläne der „Bessa Valley“ hierzulande wurde auf die Vertragsschließung mit dem neuen Exklusiv-Lieferanten des Weines «Enira» für Bulgarien- das Unternehmen „Avendi“,  gesetzt. Jan Skvaril- geschäftsführender Direktor der „Avendi“ teilte mit, dass er als ein Liebhaber vom Qualitätswein gerne mit einem Weinkeller wie der „Bessa Valley“ arbeiten würde. „Ich bin gebürtige Tsheche und als ich klein war, hat meine Mutter in einer Bierbrauerei gearbeitet“, erzählte Skvaril, „Aber als ich in Bulgarien ankam und den Wein «Enira» kostete, wurde mir klar, was ein guter Wein wirklich ausmacht- ich bin sein richtiger Verehrer und versichere Sie, dass „Avendi“ ein würdiger Partner der Handelsmarke sein wird“.

Das Projekt „Bessa Valley“ startete im Jahr 2001. Nach vielen Untersuchungen und nach einer speziell durchgeführten detaillierten Bodenanlyse in französischen Labors in Bourdeaux wurde der Region um das Dorf Ognyanovo gewählt. Jährlich werden da 650 000 Weinflaschen hergestellt, 300 000 davon zum Export bestimmt. Mark Dworkin und Ivailo Antonov offenbarten, dass der größte Markt für «Enira» Asien ist. 40 000 Weinflaschen werden nach Japan exportiert, 30 000 nach China und 20 000 nach Hong Kong. „Es geht wieder ums Image“, erzählte Dworkin, „Bulgarien ist in Asien weniger bekannt und ihr Wein wird leichter aufgenommen. In Europa ist es ein bisschen schwieriger, obwohl wir den Markt massiv durchdrungen haben. Momentan exportieren wir 20 000 Weinflaschen nach Schweden, 20 000 nach Deutschland und 20 000 nach Großbritannien. Wir arbeiten auch mit Dänemark und Belgien zusammen. Im nächsten Jahr werden wir auch am Markt in den USA auftreten. Vieles hängt mit dem Wein-Image eines Landes zusammen. Zum Glück ist Graf von Neipperg auf dem Gebiet der Weinherstellung als ein ausgezeichneter Fachmann ziemlich bekannt und dies erleichtert die Vermarktung der Marke «Enira» - alles andere wird dem Geschmack und der Qualität überlassen“.

„Tatsächlich spielt das Image eine Rolle“, fügt Stephan von Neipperg hinzu, „Trotzdem behaupte ich, dass die Auswahl eines Terroirs sehr wichtig ist. Als ich es gewählt habe, war ich auch von der Geschichte beeinflusst – die antiken Thraker haben hier Wein produziert! Außerdem ist es ersichtlich, dass in kurzfristiger Sicht, die Leute aus diesem Terroir „geflüchtet sind“ und angefangen haben, in den Tiefebenen anzubauen- das erkennt man an den Bergterrasen. Wir erfinden das Terroir neu und deswegen sage ich  „Willkommen zurück in die  Vergangenheit!“